Es gibt diverse Aussagen über Mediation. Gleich zu Beginn möchte ich eine Sache klarstellen: Meditation hilft hochsensiblen Menschen, ihr überstimuliertes Gehirn zu beruhigen! Hast du schon einmal versucht zu meditieren? Erst gestern hatte ich ein Gespräch mit einer hoch sensiblen Person über Meditation. Sie sagte: „Ich kann nicht meditieren. Egal, wie sehr ich mich anstrenge, mein geistiges Auge ist blind“.

Der Schlüssel zu einer wirksamen Meditation

Bei der Meditation geht es nicht darum, sich anzustrengen, es richtig oder falsch zu machen oder die ganze Zeit still zu sitzen und das Auge des Geistes zu finden. Das ist Quatsch.

Meditation hat soooo viele gesundheitliche Vorteile für deinen gesamten Körper. Das ist Fakt! Es gibt viele verschiedene Arten zu meditieren. Dabei muss Meditation nicht nur im Zusammenhang mit Religion und Spiritualität stehen. Sie kann aber natürlich auch als Teil deiner spirituellen Praxis eingesetzt werden.

Die Forschung zeigt, dass eine wirksame Meditation hilft, Überreizungen abzubauen und sich von ihnen zu erholen, das Immunsystem zu stärken und Körper und Geist zu beruhigen. Und ich stimme dem aus meiner eigenen Erfahrung, den Erfahrungen von HSP-Kollegen und Klienten zu.

Wichtig zu wissen ist, dass man mindestens ein halbes Jahr lang täglich konsequent meditieren muss, um die Wirkung zu spüren und Ergebnisse zu erzielen. Es wird nicht funktionieren, wenn man es nur ein, zwei oder drei Mal versucht und dann aufgibt. Rede dir nicht ein, dass es nicht funktioniert hat, dass du nicht gut darin bist oder dass du es falsch machst. Wenn du nicht allein üben willst, suche dir einen Partner, oder eine Meditationsgruppe. Das könnte dir helfen am Ball zu bleiben. Es ist auch wichtig, dass du dir einen Mediationslehrer suchst. Er oder sie hat gelernt, wie man richtig durch die Meditation führt, und kennt die verschiedenen Varianten und Auswirkungen von Meditationen! Du kannst mich gerne kontaktieren, wenn du eine Empfehlung benötigst.

Wähle nicht irgendeine beliebige Meditation oder einen beliebigen Meditationslehrer. Es gibt eine große Bandbreite und eine falsche Auswahl könnte dazu führen, dass du zu früh aufgibst. Ich würde mich wirklich freuen, wenn du es ausprobierst. Wenn du hochsensibel bist, kann ich dich nur dazu ermutigen Meditation zu versuchen.

Wie Meditation dir als HSP helfen kann

Vor mehr als zehn Jahren begann ich mit meiner Yoga- und Meditationsreise. Es gab Zeiten, in denen ich nur hin und wieder meditiert habe. Vor etwa zwei Jahren habe ich mir vorgenommen, täglich zu meditieren und Achtsamkeit zu üben. Ich habe die Herausforderungen und positiven Auswirkungen der Meditation buchstäblich an meinem gesamten Körper beobachten können. Ich weiß von meinen hoch sensiblen Klienten, die regelmäßig meditieren, dass es ihnen enorm hilft. Sowohl meine HSP-Kollegen wie auch HSP-Experten empfehlen Meditation, weil sie ein solides Werkzeug ist. Mithilfe von Meditation kannst du dein überstimuliertes Gehirn beruhigen, positive Energie tanken und emotionalen Ballast abwerfen. Wenn du mehr über deine emotionalen Ballast erfahren möchtest, kannst du dich gerne bei mir melden!

Das Erlernen wirksamer Meditationen ist ein wichtiger Schritt, um mehr Kontrolle über überaktive Stimuli in deinem Gehirn und deine emotionalen Reaktionen zu erlangen.

Dr. Elain N. Aron, eine Pionierin auf dem Gebiet der HSP-Forschung, schreibt in einem Artikel, der in Psychology Today (12. November 2019) erschien, dass sie „hochsensiblen Menschen (HSP) oft zur Meditation rät, um Überreizungen zu reduzieren und sich von ihnen zu erholen“.

Was es bedeutet, eine hochsensible Person zu sein

Der Begriff High Sensitivity (HS) oder Highly Sensitive Person (HSP) wurde in den 1990er Jahren von der amerikanischen Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Elaine N. Aron geprägt.

Ihr zufolge ist die Hochsensibilität eine einzigartige, angeborene Eigenschaft, über die mindestens 20 Prozent der Bevölkerung verfügen. In der wissenschaftlichen Welt wird sie als sensorische Verarbeitungssensitivität beschrieben.

Wichtig: Es handelt sich NICHT um eine Störung! Es handelt sich um eine persönliche Eigenschaft, wie z.B. die Augenfarbe. Das Merkmal der sensorischen Verarbeitungssensitivität entwickelte sich als Überlebensstrategie der Bevölkerung. Das Nervensystem von hochsensiblen Menschen ist sehr leistungsfähig und differenziert. Auf der anderen Seite ist es jedoch empfindlicher gegenüber Stress und Überreizung.

Ich hoffe, du hast bereits meinen HSP-Selbsttest gemacht und herausgefunden, ob du hochsensibel bist. Es gibt viele Gründe, die dazu beitragen, ein hochsensibler Mensch zu sein. Ein Grund ist dein Gehirn und die Art und Weise, wie es Informationen verarbeitet. Personen, die diese Eigenschaft besitzen, verarbeiten Dinge im Gehirn gründlicher als andere. Deshalb brauchen sie mehr Zeit zum verarbeiten. Meditation ist ein Werkzeug, das diesen Prozess unterstützt.

Was kann ich tun, wenn ich hochsensibel bin?

Zunächst solltest du dich über Hochsensibilität informieren und Experten finden, die dir helfen können, die Eigenschaft besser zu verstehen. Greife auf fundierte und umfassende Informationen über dieses Merkmal aus vertrauenswürdigen Quellen zurück! Ich möchte das betonen, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es nicht einfach ist. Auch ich habe einige Zeit gebraucht bis ich vertrauenswürdige Experten gefunden habe. Deren Erfahrung mit sich selbst, sowie mit ihren hochsensiblen Kunden hat mir geholfen die Eigenschaft der Hochsensibilität zu verstehen. Der zweite Schritt besteht darin, dein Energiesystem neu zu trainieren. So kannst du besser auf die täglichen Herausforderungen des Lebens reagieren.

Es gibt einen weiteren Artikel in Psychology Today, in dem die 4 Faktoren im Gehirn einer hochsensiblen Person beschrieben werden, die sich von denen anderer Gehirne unterscheiden können. Ein Faktor ist insbesondere, wie ein HSP-Gehirn „Neuronen spiegelt“… Das Gehirn der HSP hat „Spiegelneuronensysteme, die aktiver sind“. Im Jahr 2014 fand die funktionelle Hirnbildgebungsforschung heraus, dass „HSPs in Schlüsselbereichen des Gehirns, die mit der sozialen und emotionalen Verarbeitung zusammenhängen, durchweg höhere Aktivitätsniveaus aufweisen“.

Das kann bedeuten, dass man mehr Einfühlungsvermögen und Mitgefühl für andere empfindet. Dein Gehirn kann es dir ermöglichen, deine Gefühle zu erweitern und die ganze Bandbreite von Emotionen zu verarbeiten. Es kann auch dazu führen, dass du dich übermäßig belebt, überwältigt und allumfassend fühlst. Dein aktiveres Gehirn kann auch eine größere Lebendigkeit der Wahrnehmung haben als ein Nicht-HSP-Hirn. Eine solche emotional verstärkte Lebendigkeit kann damit zusammenhängen, wie der präfrontale Cortex deines Gehirns die Dinge verarbeitet.

Werde aktiv

Ich gehe auf die Wissenschaft der HSP ein, damit du besser verstehst, warum es als HSP so wichtig ist, Ausbildung, Coaching, Werkzeuge und Unterstützung zu erhalten. Mein Ziel ist es, dein Selbstbewusstsein zu schärfen und dir zu helfen, das höhere Aktivitätsniveau deines Gehirns und deiner Sinne auszugleichen und dich emotional zu stärken! Fühle dich dazu eingeladen, auf die Hyperlinks in diesem Artikel zu klicken, um weiter zu lesen. Du wirst mehr Informationen über diese Eigenschaft finden.

Werde aktiv: Meditiere eine Woche lang jeden Morgen – auch wenn du nur 1-2 Minuten still sitzt. Schreibe auf, wie es dir geholfen hat, dein überstimuliertes Gehirn zu beruhigen. Halte fest, wie es dir geholfen hat, deine Verbindung zur wahren Natur wiederherzustellen. Bemerke die Auswirkungen auf deine Entscheidungen und Gefühle in Bezug auf dich selbst und andere.

Viel Spaß dabei!

Ich wünsche dir einen freudigen Tag, bleibe gesund, wo immer du auf der Welt bist!

Annabelle

Meditation